da maus

Links oben sind zwei nachgezeichnete Motive aus denen der Entwurf für das rechte Plakat entstand, darunter der Text (Originalteil aus dem Buch) vergrößert.
Da Maus ist dem Kinderbuch »Die Maus und der Löwe«, erschienen 1958 im Corvina-Verlag Budapest (Text: György Várnai; Illustration: Gyula Macskàssy, Szabolcs Szabó, Lásló Molnár) entnommen.
Dieses Kinderbuch wiederum wurde an einen Zeichenfilm der Budapester Pannonia Filmstudios angelehnt und die eigentliche Geschichte basiert auf der gleichnamigen Fabel von Äsop (auch Aesop, Aisop), einem griechischen Sklaven und Dichter aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Um dessen Leben und Schaffen ranken sich viele Mythen und Legenden, die aufgrund der Zeit wie seine Fabeln nur auf mündlichen Überlieferungen beruhen. Auch der französische Dichter La Fontaine soll Äsops Geschichte vor ca. 350 Jahren erzählt haben und wird in der Zwischenzeit bestimmt nicht der einzige gewesen sein.
Das Interessante ist, neben der eigentlichen Fabel die sicherlich sehr unterschiedlichen Erzählweisen die sich im Laufe der Zeit gebildet haben. So machen wohl die Maus und der Löwe ähnliches durch wie Straßennamen die oft der Zeit und den gerade vorherschenden »Formen« angepasst werden. Das 1958 veröffentlichte Buch behielt zwar die Grundmoral aus Äsops Überlieferungen bei, doch wurde die gesamte Fabel einer gründlichen sozialistischen Überarbeitung unterzogen und um einiges an »Sekundärtext« erweitert.

