coyote on tour
willkommen zu den vitaminwochen. seit nem knappen monat treib ich mich wieder in der hawkesbay rum, napier um genau zu sein. leider ist die regensicherheit vom fruehsommer verschwunden. der herbstanfang wurde mit einem 24 stunden regenschauer eingelaeutet. die tage werden kuerzer, es ist regnerischer, die letzte vollmondnacht war ausgesprochen kuehl (arschkalt)… aber die sonne reiszt es tagsueber meist raus. an nem 10 stunden arbeitstag koennen denn auch alle jahreszeiten in kurzer abfolge bewundert werden.
die apfelernte ist leider nicht die super-easy-money-geschichte, fuer die sie im allgemeinen hier deklariert wird. neben rainoff ist das wohl uebelste der nicht durchgaengige reifungsprozesz. so braucht der von allen heisz ersehnte braeburn kalte naechte und ich werd morgen (vermutlich) feststellen, wieviel da pro woche drin sein wird, und hoffen, dasz mein contractor genuegend braeburnfelder am start hat. zwischendurch hab ich immer mal wieder ausfluege auf vineyard’s unternommen und wein geerntet. allerdings gibts da auch nicht durchaengig etwas und die bezahlung ist weit hinter den aepfeln zurueck. gut an diesem punkt zu wissen, dasz ick mein flugticket bereits in der tasche hab.
ansonsten kann ich vermelden, dasz alles frisch ist. wie war das gleich ? it’s always better on holiday thats why we only work when we need the money… und noch ein satz zur guete; reisen macht sehr schnell abhaengig: fangen sie am besten gar nicht erst an!
…
…
aber finally saß ick im flieger – für lockere 11 stunden.
gin-tonic, später ein rotweinchen – und im präsensbestand der flugvideothek „the big lebowski“…
nichts desto trotz gehen die blockaden weiter. ungeachtet des verhängten versammlungsverbots und der bald anstehenden hochsaison…
khao san road – schon ne ziemlich abgefahrene nummer.
ne mischung aus mad max und strange days. die amüsiermeile der stadt.
ein overload an farben, gerüchen, musik und menschen.
das speiseangebot ist der hammer. pad thai, som tom und diverseste currygerichte…
und das absolut beste – obst, obst und nochmal obst – frisch, lecker, süß,
oder mal herzhaft – grüne mango mit zucker und chili…
und vom ersten tag an keinerlei reisebedingte magenprobleme J
und so fahr ich mit einem überlandlinienbus morgens um 05.30 nach südosten…
ich checke gegen 05.00 uhr aus und nehme ein taxi zum busbahnhof-ost (es gibt für jede himmelsrichtung einen) es dauert eine weile, bis ich den taxifahrer überzeugen kann sein taximeter einzuschalten – schließlich greift das argument auch ein anderes taxi nehmen zu können – es wird die einzige fahrt in einem taxi bleiben…
der bus fährt pünktlich um 05.30 ab. fahrer und beifahrer wirken in ihren uniformen wie flugkapitäne. der bus – ein klimatisierter überlandbus – hat aber gerade in den aussenbezirken von bangkok eine menge von stops – hier kommt der ’flugbegleiter’ ins spiel der bei jedem stop eine immanent wichtig erscheinende liste abzeichnen läßt. der bus ist hoch frequentiert. die meisten passagiere tragen uniformen, die sie als schülerInnen, arztpersonal oder aber als werksbelegschaft ausweisen. zwischenzeitlich füllt sich der bus beachtlich. gerade hier bieten sich surrealistische szenen um diese uhrzeit – so fesselnd, dasz ich leider nicht einmal die kamera gezueckt hab… als soundtrack laeuft battle axe feat. phaded ^^ . weiter draussen wandelt sich dann das bild. die landschaft wird gruen, die dunstglocke bleibt zurueck. zwischendurch ragen immer mal wieder neue bzw. im aufbau befindliche megabauten aus dem grün – highlight gleich am rande der stadt ein neues kraftwerk – vermutlich kohle. solarkraft wird wie ich spaeter erfahre nicht gefoerdert. die langzeitstudien haben wohl ergeben, daß das salzwasser, bzw. das in der luft befindliche salz die solarzellen angreift und es deshalb keinen grund gibt auf diesem sektor der energiegewinnung zu investieren.gegen 12.30 erreicht der bus trat (gesprochen traaat – fuehrt wirklich zu unglaeubigem stirnrunzeln mit einfachem a…) und dann gehts in einem transporter nach laem ngop. aufgrund der regenzeit faehrt das slow boat leider nicht, weshalb ich das speed boat nehme, was auch glatt den wolken davon faehrt. die reise geht in irrem tempo und immer im wind – der hintere bootsbereich ist voll, vorbei an malerischen inseln und straenden. und dann erreicht das boot koh mak. wirklich ein traum von insel. im vergleich zu koh chang geradezu verlassen, obwohl mitten auf der insel gerade ein zweistoeckiges ressort ensteht, was die barbetreiber gegenueber allerdings zu heimlichem haendereiben bringt. nachdem ich ein dach uebern kopf gefunden habe – gar nicht so einfach, wenn keine saison ist, einen huettenbetreiber zu finden, der nich auf dem festland oder im urlaub ist. schlieszlich finde ich eine bleibe bei einer thai familie. direkte lage am strand. erwartungsvoll renne ich beinahe bei nach wie vor knapp 40 ˚ um ein wenig erfrischung im golf von thailand zu erfahren. leider fehlanzeige – das wasser hat gut 25 ˚. aber verdammt nochmal egal!
und dann endlich erleb ich es – die regenzeit. regen von oben, regen von unten unde regen von der seite – ehrlich! die intesitaet ist unglaublich und verleitet geradezu dazu im freien zu bleiben, da auch der regen die temperatur in keinster weise tangiert… was ich persoenlich sympatisch finde sind die zeiten an denen es regnet – das erste mal so zur mittagszeit – also optimale siesta. dann am spaeten nachmittag/fruehen abend und nochmal spaet in der nacht. da es kein partyangebot gibt wie auf anderen touriinseln ist die orientierung am tageslicht sehr leicht. den tag verbringe ich mit baden, lesen und inselerkundungen… natuerlich esz ich zwischendurch auch…
nach drei tagen relativer einsamkeit mach ich mich dann auf nach koh chang – eine groszere insel auch sehr viel staerker frequentiert. ich nehme mir eine kleine huette und mache mich auf, dasz zu suchen was es auf koh mak saisonal bedingt leider nicht gab – einen tauchspot. die auswahl ist grosz – ich entscheide mich schlieszlich fuer einen englischen tauchspot. am naechsten tag gehts extrem zeitig los. die preise sind moderat, der rest ist grandios! getaucht wird im shorty. also kurzer wetsuit – im prinzip wuerden auch shorts und weste ausreichen. das wasser hat auf 15 metern tiefe immer noch 21 grad. die sicht ist hammer. zwei tauchgaenge stehen an. zwischendurch gibts reichlich speis und trank. das highlight unter wasser ist ein riesiger schwarm putzerfische, die uns begleiten und gleichzeitig ihren job erledigen. wir bewegen uns um eine insel und ein riff und betrachten die bewohner dort ein wenig naeher. dies ist mein erster tauchgang in tropischem gewaesser und ehrlich gesagt – ich koennte mich dran gewoehnen. die tauchinstructor scheinen den job auch sehr zu geniessen. so warten sie mit wissenswerten anekdoten und vokabeln auf. am ende der bootstour werden wir noch von einem instructor auf ein bier in ‘seine’ bar eingeladen. top tag – top ausklang.
den naechsten tag nutze ich dann um mir die angebote auf meinem teil der insel naeher anzusehen. gleichzeitig buche ich noch die ruecktour nach bangkok, die mich insgesamt sogar weniger kostet als die hintour, da saemtliche transporte schon inklusive sind. allerdings habe ich an diesem punkt ernsthaft ueberlegt nach kambosdscha zu fahren. die entfernung ist wirklich nicht der hit. allerdings gibt es einen stop kurz nach der grenze mit uebernachtung – fuer die erstellung eines visas. dieser stop plus 3 tage siem riep, bzw. pnohm penh wuerde allerdings den rahmen sprengen. ein weiteres problm ist der rucksack, der fuer tropische verhaeltnisse gnadenlos ueberdimensioniert ist und nach 10 minuten zu stroemen von schweisz fuehrt. normalerweise gewoehnt sich der koerper an das gewicht – dieser effekt bleibt bei 35 grad grad und 90% luftfeuchtigkeit allerdings aus. ich habe in etwa eine idee, was mein naechster sued-ost-asien rucksack enthalten wird……
ich für meinen teil rauche und trinke jetzt wesentlich – bewußter. bier in die papiertüte und ab dafür. keine ahnung, ob das hülft…
aber australien ist auch einfach – alle heiszen mate. ‘hey mate’, ‘how are you mate’, ‘cheers mate’, ‘good night mate’, ‘cu mate’… leider ernte ich bei der frage nach club mate nur stirnrunzeln – schade eigentlich.
15.09. ich komme in melbourne an – der airport versucht gerade den morgentlichen stromausfall zu kompensieren – die schlangen an den schaltern fuer die einreise sind unglaublich. der flug war hammerhart. 9 stunden flug – mit an bord babies und ein paar kleinkinder die ihren unmut ueber druckveraenderungen auch sofort zu ausdruck bringen. an schlaf war absolut nicht zu denken. und dann diese schlangen an der einreise spuerhunde werden die reihen entlang gefuehrt. als ich am schalter das visum presentiere, was mir in berlin fuer 35,- euro aufgeschwatzt wurde von wegen “ohne visum koennen sie nur 8 stunden im land bleiben – neue bestimmungen – hat man sie denn im reisebuero nicht darueber informiert ? aber da gegenueber koennen sie eins erwerben”. werde ich glatt rauszitiert und musz darlegen, was ich denn in australien zu tun gedenke, was dann doch schnell erzaehlt ist. schlieszlich dann nochmal warten am bioscan und dann ab in den bus und in die city – gegen 10.00 AM erreiche ich mein neues hostel.
ich entscheide mich fuer die billigste variante, was heiszt 16-bed-dorm. das hostel ist echt top. die lage optimal am bahnhof ist nichtmal entscheident. die leute an der rezeption sind ziemlich cool – geben unbezahlbare tips, was das ueberleben und den spaszfaktor im groszstadtleben sichert. die anderen gaeste sind, bis auf ein paar nervige deutsche, auch sehr cool. einige leben und arbeiten schon eine weile in der stadt. andere leben nur und suchen eher sporadisch nach jobs. am schwarzen brett haengen wirklich eine menge jobs – wobei nur die haelfte ueberhaupt eine arbeitserlaubnis fordert.
in keinem anderen hostel werd ich wieder auf so viel jobangebot stoszen – aber zu dem zeitpunkt war ich noch nicht so auf arbeit aus bzw. angewiesen
das gute klima in dem haus und die reichlichen reiseberichte lassen mich dann auch glatt ne woche in melbourne kleben bleiben. ok – 2 musikveranstaltungen, die erst zum ende der woche veranschlagt waren, waren auch dafuer verantwortlich…
nehm den zug nach Katoomba – nach 4 tagen partyhostel in exponierter zentrumslage in Sydney ein crasser bruch… das städchen liegt am rande der blue mountains auf tausend meter – der „grand canon“ australiens. extra für den tourismus erbaut – allerdings vor über 100 jahren – erscheint es wie eine alte westernstadt, auf dem wege zur geisterstadt. die hohen mieten und der zurückgehende tourismus sind ausschlaggebend. komme gegen 11.00 bei strahlendem sonnenschein an und werde yha-member, endlich.
einmal wach gibts erst mal frühstück.
dann gings auf bzw. abwärts in den regenwald.
eine unzahl von treppen führt durch sümpfe, vorbei an wasserfällen.
ein paradies für kletterer, vermut ick ma.
aufstieg dann an den golden stairs, was schon ziemlich verheißungsvoll klang allerdings keineswegs so goldig war, eher schweißtreibend.
eukalyptusbäume, farne und büsche, die nach gras riechen, aber nicht so aussehen.
aber ich bin ja auch nicht zum spaß in die berge gefahren.
werd ich die tage bis zum abflug nach neu seeland wohl zu fuß zum wasser spazieren…
and the little differences ?
burger king heiszt nicht burger king sondern hungry jacks !
obs nen whopper gibt kann ich allerdings nicht sagen…
07.10.
ankunft in auckland gegen 17.30. die einreisebestimmungn sind aufgrund der einzigartigkeit der flora und fauna noch rigider als in australien, so habe ich mein komplettes essen der free food abteilung im hostel zur verfuegung gestellt. das zelte nicht erwuenscht sind habe ich erst auf dem flug erfahren… hickingboots fallen ebenfalls unter die auflagen. wie es dann auch nicht anders zu erwarten war, lande ich mit meinem rucksack in bereich 4. beinahe menschnleer – drei beamt sitzen hinter ihren pulten – eine dritte ist mit einem einreisenden beschaeftigt, der sein komplettes inventar auf einem tisch verteilt hat. nach nur 3 stunden flug, einem wohlgemeintem, ganz ansehnlich schlueckchen vodka aus der boardflasche und einem flaeschchen wein ziemlich angschlagen bewege ich mich auf einen offensichtlich freien schalter zu. mein englisch ist leidlich, mein wissen, um neu seeland wird erfragt – im hinterkopf nur die prozedur des aus- und wieder einpackens. nach ein paar mueden verstuemmelten saetzen sieht mich der beamte ueber den rand seiner brille an und fragt ob ich denn guter dinge sei einen job zu finden.
yeah – die kurze antwort, da keinerlei bedarf meinerseits an small talk bestand. then you have to work on your englisch… yeah – i know. erst da hab ich realisiert, dasz es hier um die einreise und das work permit ging – boeser alkohol. dann noch die aufforderung, mich in bereich drei zu begeben. hier gab es dann schon mehr beamte – mehr tische, mehr einreisende. nachdem ich dann das zweite – oder dritte mal blumig ausgefuehrt hatte, dasz mein zelt brandneu, extra fuer neu seeland geshoppt und noch nie aufgebaut wurde und ich meine boots (wirklich hervorragende treter) so gut es ging von unten gezeigt habe werd ich durchgewunken und lande in bereich 2. der bioscan. das grosze finale. ich erwische eine relativ kurze reihe. keinerlei aufregung mehr. endlich da. bei starkem regen, 15 grad und ordentlichem wind. per bus geht es dann ins zentrum von auckland mittlerweile 20.00 uhr check ich ein. einen supermarkt gibt es leider nicht in der naehe. also ab in den convienience store um die ecke und ein paar instant nudeln shoppen.
drei stunden flug – zwei stunden zeitumstellung klingt jetzt nicht wild macht sich aber bemerkbar – zumal zwei tage vor abflug in sydney auf sommerzeit vorgestellt wurde – also schon eine stunde aus der spur… da war wieder rhythmus finden angesagt – zumal ich hier endlich mal ein paar tipps zum thema jetlag gefunden habe – “keine energiereiche nahrung – und vor allem kein alkohol”.10.10. habe ich ein konto eroeffnet – soll wohl unabdingbar sein, um hier zu arbeiten… den antrag auf ird habe ich abgeschickt… mal sehen wie lange das dauert, und ob ich so lange in auckland aushalte.
nachdem ich einen tag spaeter bei einer leiharbeitsfirma meine daten angegeben habe, warte ich auf feedback. angaben waren, dasz ich keinerlei probleme mit hoehen habe, auch shift work in kauf nehme und dann noch ein farbenfrohes sammelsurium an moeglichen beschäftigungen…
da ich kein eigenes handy habe gestaltet sich die kontaktaufnahme als schwierig, da e-mail schreiben wohl nicht so gern gemacht wird. nachdem ich ein paar tage abgewartet habe und mir das highlife von auckland ein wenig betrachtet habe zwischendurch mal wieder umziehen musste, da meine weiteren reiseplanungen noch nicht so weit fortgeschritten waren, mache ich mich heute 17.10. auf nach whangarei. das liegt auf der haelfte des weges zwischen auckland und cape reigna – dem noerdlichsten punkt der nordinsel.auckland ist eine sehr kosmopolitische stadt. nicht sehr gross schnell abgelaufen macht spasz und die kulturelle zusammensetzung ist erfrischend. asien reist. ich habe viele koreaner und japaner getroffen. aber china ist ganz weit vorn. im rahmen eines freihandelsabkommens kommen viele schueler und studenten ins land, was sich im straszenbild wiederspiegelt.
die atmosphaere in der stadt ist gerade zu entspannt. es ist unglaublich wie schnell mensch ins gespraech kommt. ein gute geschichte und ein paar nuetzliche sind dabei immer drin.
24.10.
ich habe mir heut ein auto gekauft – 20 jahre alt, 180000 kilometer gelaufen, wenn ich dem tacho glauben schenken darf. mitsubishi, weisz, fuer 400 euro – ne echte perle.
die formalitaeten sind schnell erledigt – ein besuch bei der post und das geschosz laeuft unter meinem namen. ich bin dann doch noch zwei tage im hostel geblieben, da mal wieder ein neuer und witziger schwarm gaeste angekommen ist.
am 27. mache ich mich dann auf nach wahihi bzw. wahihi beach. schoen zeitig und noch dazu am labourday (der dritte dieses jahr), damit die straszen nicht all zu voll sind.
mit der zeit geht das mit dem linksverkehr – nur wenn eine weile kein auto kam und dann 3 auf der “falschen” spur fahren setzt ein schluck panik ein. aber man gewoehnt sich ja an alles. leicht problematisch ist noch die betaetigung des blinkers – von zeit zu zeit springt halt noch der scheibenwischer an. die highways im landesinneren entsprechen in etwa den ueblichen landstraszen. wegelagerei ist weit verbreitet – lichthupeneinsatz im gegenverkehr allerdings auch. aber ich glaube nicht, das ich es schaffen werde auszerhalb einer ortschaft in eine radarfalle zu fahren, da ab 92 km/h das lenkrad anfaengt zu vibrieren und bei hundert km/h dann der rest der innenausstattung.
wahihi beach – ein ausgemachtes paradies fuer surfer. als ich eintreffe entwickelt der wind langsam sturmstaerke. ich suche nicht groszartig nach uebernachtungsmoeglichkeiten – will ich doch die moeglichkeit austesten mein vehikel als schlafplatz zu nutzen. zeltaufbau kommt eh nicht in frage wegen der sturmspitzen… die nacht ist sternenklar und bietet wie immer eine menge unbekannter konstellationen – das einzige was ich ausmachen kann ist der guertel des orion.
fuer ein paar kurzschlafphasen eignet sich das auto schon aber alles in allem war es nicht wirklich erquickender schlaf. bevor es ans fruehstueck geht gibts noch 2-3 zuege im pazifik, um auch fit fuer den tag zu sein.
nachdem, wieder einmal, sinnlosen unterfangen ein paar wwoof adressen klarzumachen gehts weiter richtung taupo, da das wetter nicht wirklich beachgerecht ist (regen, kalt, etc.). ausserdem spekuliere ich darauf, das das wetter im landesinneren bestaendiger ist.die fahrt führt diesmal auch ueber eine schotterpiste im serpentinengeschlaengel eines nationalparks – wunderbar ! keine hupenden suv’s oder lkw’s, die mir beinahe in der heckscheibe haengen, und so mein tempo steigern wollen – gluecklicherweise gibt es auf den highways immer mal wieder passing lanes, wo sie dann tempogerecht vorbeiziehen koennen. ein anderer wunderbarer nebeneffekt an der fortbewegungsmethode auto ist die tatsache, dasz etwa kiwis oder avocados – meine gegenwartigen hauptnahrungsmittel direkt vom hersteller bezogen werden koennen, zu einem bruchteil der groszhandelspreise. einfach geld einwerfen an den dafuer eingerichteten straszenstaenden…
28.10.
am fruehen nachmittag erreiche ich taupo – eine kleine stadt am lake taupo und dahinter die berge mt nguauruhoe und mt ruapehu – ein komplett vulkanisches ensemble. aufgrund des wetters, was auch in neu seeland kapriolen schlägt, so soll es vor kurzem noch geschneit haben, was fuer die jahreszeit im sueden der nordinsel eher untypisch ist, ziehe ich eine feste behausung vor. welche toplage im bezug auf seeblick hier möglich ist kann ich allerdings erst zwei tage später feststellen, da sich auch hier die wolken auftürmen. ich befinde mich weiterhin zwischen zwei jobs – in whangarei hätte ich zwar hinter nem tresen eines irish pubs arbeiten können aber einerseits waere das schon wieder dienstleistungsbranche und andererseits hätte ich bestimmt sehnsucht nach dem hobbykeller bekommen.
ausserdem war der termin mit dem auto begrenzt und ab der ersten novemberwoche habe ich (hoff ich) einen job in hastings als apfelpfluecker im vorausscheid – ich darf dann bestimmen welcher apfel haengen bleiben darf und welcher nicht. so lange werd ich noch versuchen ein wwoof-farm zu finden, um mir kost und logie zu sparen.
was mittlerweile wirklich nervt ist die masze deutschen, die sich hier rumtreibt. in australien dachte ich noch ok – das geht vorbei. aber nein tut es nich. 20 – 30 % an exponierten stellen sogar bis zu 50 %. ganze landstriche in badenwuertemberg und bayern muessen leergefegt sein, ohne abiturienten auskommen…meine naechste station ist napier. die artichekten unter uns wissen natuerlich sofort bescheid – ahhh, art deco. die stadt macht einen viel versprechenden eindruck. ziel nummer eins ist die stadtinfo da ich zwar vier moegliche schlafplaetze hab aber keinen brauchbaren stadtpan. hier sticht mir sofort ein backpacker ins aug – nicht wegen der viel guenstigeren tentsides – nein free coffee (instant) und free tea…
als ich dann an der reception nach einem plaetzchen fuer mein zeltchen frage werde ich im egenzug gefragt ob ich denn auch einen job suche – aber hallo! das waren nen haufen fliegen mit einer klappe…
ich mache einen stadtrundgang, besuche eine kleine gallerie, die sich mit dauerhafter kunst auf papier beschaeftigt. und da dann endlich siebdrucke. die galleristin klaert dann auch das miszverstaendnis auf – serigraphie ist die bezeichnung fuer den druck. entstammt aber dem lateinischen und ist eher ungebraeuchlich. stattdessen wird silkprinting oder screenprint fuer den akt des siebdruckens genutzt. danach besuche ich noch das staedtische museum, mogel mich um den eintritt und erfahre mehr ueber die umstaende, die zu dieser massiven art deco bauweise fuehrte. den sonntag verbring ich dann ein wenig relaxend.mo 03.11. mein erster arbeitstag. irgendwo im hinterland von napier auf einem riesigen weingut trete ich meinen ersten job an. nach einer knappen stunde wird klar das dieser job zu einem ziemlich hohen prozentsatz alles andere als kosher ist. die feinheiten bekomme ich erst spaeter mit aber die tatsache, das mir auf dem ersten vineyard, auf dem ich versehentlich angehalten hab sofort ein vertrag in die hand gedrueckt wurde und hier nicht macht schon stutzig. die arbeit ist zu 50% sickjob (bud oder treerubbing) und zu 50% ganz passabel (wirelifting). beim budrubbing, oder debudding, wie es die indischen supervisor klangvoll nennen, darf ich mit einem gummierten handschuh die staemme der weinreben von gruenen blaettern befreien – vom erdboden bis auf knapp einen meter hoehe. ein spasz fuer ruecken und spreitzfusz ! manche reihe hat um die 300 pflanzn. um das ganze effektiv zu gestalten arbeiten sich alle eine reihe vor und eine zurueck. nach ca. 4 reihen sind die handschuhe hin. an manchen tagen dauert es dann 1 – 2 stunden bis neue kommen. dazu ist es groesztenteils heisz. hab ich den ruecken schon erwaehnt ? als quasi entspannung gibt es zwischendurch den wirelift. dabei werden 1-4 draehte, die von anfang bis ende der reihe gespannt, um den wein so richtig schoen ranken zu lassen auf entsprechenden clips fixiert. hierbei kann bei gutem tempo ein guter schnitt erziehlt werden. bezahlt wird uebrigens pro pflanze – 1,5 bis 4 cent pro pflanze – je nach arbeitsaufwand. dementsprechend mutet das ganze auch wie eine spartakiade der saisonarbeiter an. stretch und aufwaermuebungen werden celebriert, bevor ein wilder run durch die reben stattfindet. finally natuerlich die laenderteams – beim wirelift kann ein maximum an reihen erzielt werden, wenn im team gearbeitet wird. team irak z.b hat ein ziemlich gutes system und legt immer vor. team malaysia ist auch gut dabei. ich arbeite in der folge mit olivia und andy, zwei potsdamer sportstudenten zusammen. wir verfeinern das system der irakis, indem wir versetzt starten und jeweils die namen der anderen in die liste fuer die naechste reihe entragen. das hat zur folge, das wir ein maximum an reihen (zumindest beim wirelift) bekommen und in topzeiten bearbeiten. nach zwei tagen bekommen wir jedoch die gelbe karte und arbeiten wieder im normalen takt.
die accomodation ist die aqualodge – nicht der uebliche backpacker. drei nebeneinander liegende grundstuecke mit campingflaeche im garten und riesigem parkplatz. ich komme kurz vor der highseason an. die haeuser sind bereits gut gefuellt. ein haus ist zu hundert prozent mit deutschen gefuellt. das andere immerhin zu 80%… der zeltplatz ist guecklicherweise am naechsten zu dem haus mit dem kleinsten anteil deutscher abiturienten. japan hat hier die nase vorn.
die kueche ist mit 3 kochstellen bestens ausgestattet – manchmal ist es dennoch hart eine freie stelle zu finden. besonders zur rush hour, wenn alle von der arbeit kommen. den groeszten teil der bewohner machen backpacker mit work & holiday permit aus, so dasz party eher auf sparflamme laeuft.
nach einer woche ziehe ich in die unterkunft der indischen supervisor. die offerten sind zu gut. guenstigere accomodation. schlafen ii nem bett. und ich werde zur arbeit gfahren – gegen einen kleinen lohnabschlag natuerlich. die wohnsituation ist ein wenig weird. sean, der als manager auftritt lebt in einem kleinen bungalow auf dem grundstueck. saemtliche geldangelegenheiten werden von den supervisorn erledigt. bei fragen wird auf sean verwiesen, der witziger weise einer diskussion nicht lange stand halten kann. die arbeit gestaltet sich wie gehabt, wirelift und rubbing… das einzige was bei laune haelt, ist die gewissheit, dasz es nur 2 wochen geht und das durchrechnen des lohns. am letzten arbeitstag dann die ueberraschung. lohn wird entgegen ueblicher verfahrensweisen bar ausgezahlt. der umschlag ist sehr spaehrlich gefuellt. die moral kippt, die socken sind nasz, ich setze aus und irgendwie folgen die restlichen backpacker dem beispiel…bei spaeterer reflektion machte das ganze dann aber schon sinn. mittwoch habe ich wegen finsterstem muskelkater einen tag frei gemacht. donnerstag wurde ich nach der lunchbreak in den maoribus eingeladen, um mal wirklichen “massive” stuff aus der lung zu probieren. danach hab ich vermutlich nur noch 2 reihen geschafft – dafuer mit sicherheit die am besten gerubbtesten reihen ever… die folgende woche war dann auch beinahe das doppelte drin, nachdem ich sean im buero besucht habe.
waehrend der arbeit war das einzige was mich durchhalten lassen hat mein mp3 player. besonderen anteil an wirklich schnellem und sauberen arbeiten hatten wolfbrigade, death from above 1979 und last but not least inferno. morgens zum in’ tritt kommen immer dubstep.
am 16.11. bin ich dann ein paar kilometer weitergezogen und habe mein zelt in einem apfelorchard aufgeschlagen. hier war alles anders. sehr serioes. das angebot war wieder contract arbeit. applethinning. aufgabe hierbei kleine aepfel, bzw. ueberzaehlig aepfel vom baum entfernen. wieder arbeit mit fruechten ohne genusz… alles startet sehr fair. eine stunde einweisung stuendlich bezahlt. dann zwei weitere tage stuendliche bezahlung, damit wir schnell reinkommen. die belegschaft ist witzig. der manager kommt aus dem grinsen nicht raus, der foreman hat immer einen witz auf lager. der chef laedt uns glatt, zusammen mit frau und kindern, in die naechste dutch brauerei ein und wir koennen so viel trinken wie wir koennen, bzw. so viel, wie wir uns zutrauen, da der groszteil mit eigenem auto da ist. ich weisz immer noch nicht wieviel promille ich eigentlich haben darf, um mein kfz zu bewegen. die location schreit ausserdem geradezu nach kontrolle, da die brauerei bestens gefuellt ist, und augenscheinlich niemand auszumachen ist, der limo (gingerbeer) trinkt, um seine mates sicher nach hause zu bringen. die fahrt zurueck ins orchard ist zumindest auf der hauptstrasze dann mit vielen blicken in den rueckspiegel verbunden. nach vier tagen geht mir das leben im orchard dann reichlich auf den keks. die angebote sind minimal, die geschichten sind schnell ausgetauscht und so mache ich mich am donnerstag wieder auf nach napier und beziehe meinen alten zeltplatz, der wie fuer mein zelt gemacht scheint, da kein anderes zelt auch nur die chance haette zwischen diese zwei buesche zu passen. ich fahr jetzt wieder jeden tag zur arbeit und habe so etwas wie einen feierabend in der aqualodge, was irgendwie witziger ist.
in der zweiten woche, nach dem ersten gehaltscheck checke ich dann nochmal fuer 3 tage im orchard ein, da dasz gehalt eher schmal und die sprit und unterkunftspreise guenstigr sind. mein zelt steht nach wie vor in der aqualodge ohne bezahlung, da wie gesagt niemand ueber ein aehnlich minimalistisches zelt verfuegt. riesiges highlight in der zweiten woche war ein pokerabend in hastings. in neuseeland gibt es keinerlei auflagen, so dasz jeder pub einmal die woche einen pokerabend durchfuehrt. startgeld gibt es nicht. fuer jedes bier gibt es allerdings stempel und wenn die vorrunde ueberstanden ist gibt es extrachips. der gewinn ist an diesem abend 150 nz$. fuer nummero 2 gibt es immerhin noch schlappe 50$. die verteilung an den tischen war sehr interessant. auf einen kiwi am tisch kommen 5-6 backpackerInnen
mit steigendem bierkonsum steigt naturgemaesz die risikobereitschaft. da ich texas hold’em eher langweilig finde geh ich bei zeiten all in ohne eine chance auf gewinn. eine backpackerin aus unserem orchard ist wesentlich erfolgreicher und wird glatt zweite und gewinnt die 50$. sprit und bier war somit frei.
wir arbeiten unter absprache immer langsamer um zu sehen, wie lange wir noch auf stuendlicher basis zu arbeiten haben. allerdings fangen neue backpacker an, die seperat arbeiten und leben. ausfluechte fuer die stuendliche bezahlung sind in der folgezeit, dasz wir immernoch zu angsam sind, die baeume zu grosz/klein seien, bzw. der preis pro baum nicht geschaetzt werden kann. am freitag der zweiten woche frage ich dann nochmals den vorarbeiter, wann wir denn mit der contractarbeit anfangen. seine antwort ist wieder sehr blumig. “fuenf bis sechs bloecke noch.” das bedeutet mit anderen worten eine weitere woche zu laecherlichen konditionen arbeiten. der gedanke auf dem orchard zu leben war in etwa der, dasz ich mit der arbeit anfange, wenn ich es fuer richtig halte, und so lange zu arbeiten wie ich kann, da es auf dem orchard eh nix zu erleben gibt. von daher waren geregelte, ja vorgeschriebene arbeitszeiten geradezu stumpfsinnig. die tatsache, dasz wir bei der arbeit erntesaecke trugen, die wir mit den miniaepfeln zu fuellen hattn, was nochmals bremst war dennauch nur ein kleiner tropfen, der das fasz dann schlieszlich bersten liesz. ich kuendigte und ging zurueck in die aqualodge, in der hoffnung auf einen wirklich verheissungsvollen job – selbe nummer aber wesentlich eintraeglicher. auf dem weg zurueck hielt ich noch auf einem pick-your-own feld erdbeeren. ich wolte ein zeichen gegen den ausbrechenden weihnachtskeks wahnsinn setzen. eine erdbeertorte schien mir fair enough.…
16.01. komme in wanaka an. das staedchen ist idyllisch gelegen. wieder einmal stelle ich mein gespuer fuer groszveranstaltungen unter beweisz. ein halbtriathlon findet gerade statt. die stadt ist voll von amateur – und semiprofessionellen sportlern. die hostels sind mal wieder bestens ausgebucht. ich habe glueck und finde ein bett und beschliesze zwei naechte zu bleiben, um die stadt auch unter normalen umstaenden kennen zu lernen. in wanaka wirst du nicht gefragt wo du herkommst oder wo du hin willst. die erste frage war ‘und, welchen extremsport betreibst du ?’ tanzen lag mir wirklich auf der zunge! hab mich dann doch fuer scuba diving entschieden.
als ich mich am naechsten tag so gegen elf aus dem bett pelle und mal eine kleine cityrunde drehe musz ich feststellen, dasz ein anderer, neuer wettkampf stattfindet. wieder triathlon. diesmal aber die olympischen distanzen. das ganze musz auch ein wertungslauf fuer den ironman sein. jedenfalls ist die stadt wieder ein hexenkessel. als ich gegen zwoelf am see vorbei laufe erreicht die letzte schwimmerin gerade das rettende ufer, um sich dann sofort auf ihr rad zu schwingen.
mein naechster gang fuehrt mich dann in die bibliothek der stadt. ich hatte mich in der zwischenzeit auf bibliotheken verlagert, um ins internet zu gehen, da es internet hier zum nulltarif gibt. nicht wie etwa in punakaiki fuer schlappe 10$ die stunde…
leider sind die betreiber der biblothek zumindest in wanaka auch auf den trichter gekommen und fahren in etwa internetcafe preise… auf dem rueckweg sehe ich einen typen mit seinem laptop vor ein paar gruenen kabelkaesten. ich setz mich dahinter check das netz und hallo, ich bin online. die connection ist nicht die beste aber immerhin. ich schicke ein paar jobgesuche in richtung otago und checke mails. am sonntag stehe ich zeitig auf und verlasse wanaka. nicht ohne noch einmal an den gruenen kabelkaesten zu halten. zum erstn mal betreibe ich den trendsport wie er im buche steht – ‘war driving’. das erste mal davon gelesen habe ich bei william gibson. erinnert hat es mich an eine homestory der jungleworld redaktion auf urlaub, beim onlinesetzen ihrer beitraege in holland. leider hat sich niemand auf meinen wunsch zu arbeiten gemeldet und ich fahre unverrichteter dinge in richtung queenstown. die fahrt ist wieder einmal atemberaubend. ich kann nich verstehten, wieso manche straszen hier das attribut ‘szenic drive’ tragen – im prinzip ist jede strasze hier ein szenic drive. es geht von wanaka entlag eines riesigen sees. und dann verlaesst die strasze den see in einer linkskurve eine anhoehe hinauf und vor dir breitet sich der naechste unglaublich riesige see vor dir aus – awesome. queenstown ist nicht wirklich mein ziel. noch nicht. ich besorge mir eine reihe treckingtauglicher nahrung und fahre nach glenorchy, noerdlich von queenstown. die (beinahe) letzte siedlung vor dem mt. aspiring nationalpark. waehrend in queenstown noch eitel sonnenschein war verfinstert sich hier der himmel zusehens. ich versuche nach paradise zu kommen – die definitiv letzte siedlung und das ende des rees-dart-tracks. nach ca 3 kilometern veraendern sich die straszenverhaeltnisse. unbfestigte gravelroad beginnt. kurz dahinter dann ein schild, das ich von nun an auf eigenes risiko fahre und mein auto durchaus beschaedigt werden koennte. nach der sechsten wasserdurchquerung ist dann endgueltig schlusz. ein vw bully ballerte zwar ansatzlos durch aber mein mitsubishi liegt leider ungewoehnlich tief und irgendwo am rande der zivilisation in nem bergbach haengen zu bleiben ist dann doch nicht mein begehr. ich fahre allerdings noch zum muddy creek – das andere ende des tracks. es stehen wieder ein paar haarige durchquerungen an, und als ich dann am track ankomme regnet es in stroemen.
mittlerweile ist es 19.00 uhr und ich fahre zurueck nach queenstown. accomodation ist nicht mehr klarzumachen. ich checke das internet und habe einen treffer in roxburgh. ich kann schon am naechsten tag anfangen. nach einem blick auf den wetterbericht im mt. aspiring fuer de naechsten tage halte ich es fuer das beste mal in roxburgh vorbei zu schauen. meine mittel haben sich auf dem weg nach sueden doch enorm dezimiert. nicht ganz unschuldig ist der spritpreis, der sich glatt um 30 cent verteuert hat.
am anfang hielt ich es fuer eine erscheinung in den tourispots bei den gletschern an der westkueste – abgelegen, schlechter zugang, viele touristen. aber dann muszte ich feststellen, dasz es sich auch in den suedlichen kuestenstaedten verteuert hatte. wie dem auch sei nach einer ziemlich ermuedenden fahrt erreiche ich in stroemendem regen gegen 23.00 uhr roxburgh. die minimalistiche siedlung ist sehr verstreut, so gibt es mal wieder ein roxburgh village und dann roxburgh selbst. die telefonnummer des kontraktors ist nicht mehr aktiv so stehe ich in einer menschenleeren siedlung und naechtige in einem drive in and rest area im auto.19.01. ich erwache unerwartet spaet und mache mich auf die suche nach dem orchard um das ganze auszuloten. natuerlich in der bibliothek… es handelt sich wieder um ein groszes gelaende. zu ernten sind kirschen und aprikosen. gegen 12.30 uhr hab ich den job. ich starte in den kirschen, was nicht so richtig befriedigend ist. die farbe musz stimmen, die stiele muessen dran bleiben und zu allem uebel reagiere ich allergisch auf die gegessenen kirschen. so kann ich damit leben, dasz ich eine halbe stunde spaeter gefragt werde, ob ich nicht lieber aprikosen pfluecken moechte. der korb, der vor dem bauch getragen wird faszt um die zehn kilo. an diesem tag mache ich noch um die 16 koerbe – ach ja, pro korb gibt es unglaubliche zwei dollar. unterkunft besorge ich mir in der naehe. dank der zahlreichen chilenen vor ort kann ich ein wenig an meinem spanisch feilen. in den folgenden tagen steigere ich dank des wechsels zu kleineren baeumen auf bis zu 109 koerbe, was schon son bisschen als rekord gfeiert wird.
nachgedacht darf auch an diesem punkt nicht. zum einen koennte mensch darauf kommen, das ueber eine tonne aprikosen bewegt wurde. zum anderen kostet ein kilo aprikosen um die 4 dollar – im guenstigsten falle… das witzigste aber ist, das es in keinem laden aprikosen zu erwerben gibt, die ich momentan pfluecke – aehnlich wie bei den aepfeln spaeter geht gueteklasse a & b sofort ab auf die grosze reise um den globus… zwischendurch verordnet die company leider einen tag off. warum auch immer. niemand bricht in freudentraenen aus. besonders nicht die arbeiter aus dem orchard. ein tag frei ist fuer sie so spannend wie eine stadtrundfahrt durch roxburgh. irgendwo zwischen queenstown und dunedin hat sich die einwohnerzahl des oertchens saisonal bedingt mindestens verdoppelt. die sehenswuerdigkeit schlechthin ist wohl der staudamm am ende der stadt. ich besorge mir ueber einen anderen backpacker, der schon eine weile vor ort ist, einen haltagsjob auf einem kleineren orchard, ein bisschen cash und ein sack kartoffeln gibts und der nachmittag ist frei. immerhin.
am sonnabend dann der einbruch – wir beenden den block und kommen zu kleineren baeumen, die leider noch nicht annaehernd so reif sind wie die baeume, die wir die letzen tage hatten. dies markiert denn auch den endpunkt in meiner aprikosenkarriere, da kein guter schnitt mehr zu erzielen ist. ich schaetze, das ich noch nie so viele aprikosen in meinem leben gegessen habe. vor allem nicht so grosze und saftige. finally gibt es noch eine grosze farewell party, da die kirschsaison an diesem wochenende auch zu ende gegangen ist und alle mehr oder weniger schnell weiter wollen.
am 25. trete ich mit einem kleinen brummschaedel die weiterfahrt nach dunedin an.
beim über die straße gehen in die falsche richtung geguggt: x^n
schlafplaetze: 17 + x (wird eruiert…)
…
missionen:
was siebdruckaustauschreisen nach australien angeht eher negativ – also das einzige was gesiebdruckt wird sind kunstdrucke, einerseits ist offsetdruck hier billiger, andererseits muessen veranstalter ueber n ordentliches budget verfuegen, um ueberhaupt ne miete zu zahlen. trotzdem is die clubdichte am wochenende beinahe unueberschaubar – laeufste glatt in den falschen laden und siehst trotzdem gute bands…
ansonsten…



























mist, also nüscht mit siebdruck worldtour oder was? aber der plan war ja eh:
neu brandenburg -> neu seeland -> neu york ha,ha
und denn neu mond ..
grüsze vom weltuntergangstresen aus dem verschneiten und fucking germany-still-cold-potsdam. what tzur hölle treibsdn du grade? und wo bisdn? wat is hier mit infos für die allgemeinheit?
fjedn. news ran !
ab0r hallo… fjedn ey!!!
irgendwie konnt ick nu nix neues lesen. aber scheene bilder haste.