Siebdruck
Siebdruck zeichnet sich durch einen verhältnismäßig geringen technischen Aufwand, eine kostengünstige Verfahrensweise, der Eignung für kleinere Auflagen und der Möglichkeit dieses Druckverfahren dadurch an vielen Orten eigenständig zu praktizieren aus. Diese niedrige Zugangsschwelle, die Eignung für unterschiedlichste Bedruckstoffe, die spezielle Erscheinung des Druckbildes und die Vielzahl verschiedener Farben und ihren Eigenschaften kommt der Nutzung des Siebdrucks in der Druckgrafik sehr entgegen. Die Stärken des Siebdrucks liegen dabei eher in der Wiedergabe von Farbflächen als in der feinen fotografischen Genauigkeit. Seinem Einsatz sind jedoch je nach Ideenreichtum und Experimentierfreude kaum Grenzen gesetzt.
Doch bevor es an dieser Stelle schon zu konkret oder ausufernd wird, sind einige Schwerpunkte unter unseren häufig auftretenden Fragen zu finden, die je nach Interesse direkt gewählt werden können verfügbar:
Anforderungen an die Siebdruckvorlage
… – Ein Druckverfahren
Druckverfahren gibt es viele verschiedene (etwa Offsetdruck, Buchdruck oder eben Siebdruck). Alle bezwecken die Vervielfältigung einer Vorlage. Diese Verfahren werden durch bestimmte Merkmale ihrer Druckform unterschieden, sind für unterschiedliche Anwendungsgebiete geeignet und die Ergebnisse unterscheiden sich auch in ihrem Erscheinungsbild. Zur Übersicht und Einordnung hier ein kurzer Überblick über die Hauptdruckverfahren:
| Merkmale der Druckform | Beispiele Druckverfahren | |
| Hochdruck | druckende Stellen liegen höher als nicht druckende Stellen |
Buchdruck, Flexodruck, Linoldruck |
| Tiefdruck | druckende Stellen liegen tiefer als nicht druckende Stellen |
Rakeltiefdruck, Tampondruck, Kupferstich |
| Flachdruck | druckende Stellen liegen auf gleicher Ebene wie nicht druckende Stellen |
Offsetdruck, Lichtdruck, Lithografie |
| Durchdruck | nur druckende Stellen sind farbdurchlässig |
Siebdruck, Filmdruck, Serigrafie |
| Digitaldruck | keine feste Druckform | Inkjet, Elektrofotografie |
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Für das Siebdruckverfahren wurde 1950 die Gruppenbezeichnung Durchdruckverfahren eingeführt, da die druckenden Teile der Druckform durchlässig sind und damit alles schön ordentlich in eine Tabelle passt. Heute wird trotzdem fast ausschließlich von Siebdruck geredet. Wenn’s ein bisschen künstlerischer klingen soll und explizit vom druckgrafischen Verfahren, also die künstlerische Anwendung des Siebdrucks, die Rede ist, dann Serigrafie. Viele Begriffe für in diesem Fall eigentlich ein und dasselbe Druckverfahren. Also nicht verwirren lassen.
Die in anderen Sprachen gebräuchlichen Bezeichnungen sind beispielsweise: sérigraphie (französisch), serigrafía (spanisch), serigrafia (italienisch/portugiesisch), zeefdruk (niederländisch), sitodruk (polnisch) und (nicht nur) im Englischen silk screen oder screen printing.

